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Nyland-Stiftung Nyland Stiftung

lebens listen

Autor
Siegfried J. Schmidt
Herausgeber
Walter Gödden
VÖ-Datum
04.04.2013
ISBN
978-3-89528-988-0
Verlag
Aisthesis
lebens listen Buch

Aus der Kategorie Neue Westfälische Literatur

lebens listen

Der Autor SJ Schmidt liebt grenz- und genreübergreifende Kollaborationen. Schon deshalb, weil sie Anlass für Reflexionen über unterschiedliche mediale Formen von Kunst stiften. Solche Fragestellungen können die zweite, die berufliche Seite des Autors nicht verleugnen. Schmidt war bis 2005 Kommunikations- und Literaturwissenschaftler in Bielefeld, Siegen und Münster. In jenen Jahren war er unter anderem Herausgeber von Buchreihen, die Grenzbereiche zwischen Kunst und Wissenschaft ausloteten. Der Autor selbst zieht zwischen seiner wissenschaftlichen und literarischen Tätigkeit keine Trennlinie. Im Gegenteil. In einem Interview forderte er schon vor zwanzig Jahren, dass sich die Literatur gegenüber Phänomenen der Kunst und der Medienwelt wie Videoclip, Werbespot oder Computeranimation öffnen müsse.

In produktionsästhetischer Hinsicht führte und führt Schmidt ein Doppelleben. Neben seinen wissenschaftlichen Werken, die vielfach den Rang von Standardwerken erlangten, veröffentlichte er seit 1969 24 selbständige literarische Veröffentlichungen - vornehmlich im Bereich der Visuellen Poesie, eines Genres, das Schmidt auf eigene, ganz spezifische Weise produktiv weiterentwickelte. Neben Eugen Gomringer und Max Bense zählt er zu den wichtigsten Theoretikern dieser Kunstrichtung.

Der Maler Andreas Grunert steht einem solchen Renommee in Nichts nach. Sein Werk wurde in weit über 70 Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt, daneben nahm er an mindestens ebensovielen Gruppenausstellungen teil. Seine Malerei und Grafikarbeiten waren unter anderem in Wien, München, New York, Seattle Boston, Florenz, Brüssel und Berlin zu sehen. Auf dieser internationalen Landkarte fehlte eigentlich  nur noch das Großherzogtum Nottbeck. Grunerts Werke finden sich in fast 30 Öffentlichen Sammlungen.


Was beide Künstler verbindet und was im vorliegenden Band lebens listen zum Vorschein kommt, ist die Kunst der Reduktion, die Konzentration auf das Wesentliche, Zeichenhafte, auch ein gewisser, verschmitzter Witz. Man beginnt in diesen Bilder-Text-Kombinationen, die zunächst oft ganz unscheinbar daherkommen, unwillkürlich etwas zu suchen, befragt sie, befragt sich, eine produktive Interaktion kommt in Gang.

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