Christian Dietrich Grabbe Lesebuch
- Autor
- Christian Dietrich Grabbe
- Herausgeber
- Walter Gödden
- VÖ-Datum
- 10.03.2026
- ISBN
- 978-3-8498-2159-3
- Verlag
- Aisthesis
- Bandnr.
- 100
- Auswahl
- Detlev Kopp
Buch
Aus der Kategorie Kleine Westfälische Bibliothek
Christian Dietrich Grabbe Lesebuch
Christian Dietrich Grabbe, am 11. Dezember 1801 als Sohn des Detmolder Zuchthausverwalters Adolf Grabbe und seiner Frau Dorothea in deren Dienstwohnung im Zuchthaus geboren, Gymnasiast, Student der Rechtswissenschaft in Leipzig und Berlin, Advokat und Auditeur (Militärjustizbeamter) in Detmold, „freier“ Schriftsteller in Frankfurt, Düsseldorf und wieder Detmold, wo er am 12. September 1836 wohl an den Folgen seines langjährigen Alkoholismus starb, gehört in Hinsicht seiner literarhistorischen Bedeutung zu den wichtigsten Schriftstellern nicht nur des Vormärz, sondern des gesamten 19. Jahrhunderts. Die literarische Avantgarde um und in den ersten beiden Jahrzehnten nach 1900 entdeckte ihn als einen ihrer maßgeblichen Vorgänger und zollte seiner Modernität avant la lettre den allergrößten Respekt. Erinnert sei hier nur an Alfred Jarry, Georg Heym, Hugo Ball, André Breton und Bertolt Brecht.
Das vorliegende Lesebuch veranschaulicht die wichtigsten Lebensphasen und -stationen Grabbes und seine Persönlichkeit anhand seiner Briefe. Es ergänzt bzw. kontrastiert diese mit besonders aussagekräftigen Szenen aus seinen Dramen. Auf diese Weise entsteht das Bild einer nicht leicht fassbaren Persönlichkeit, über die Karl Immermann einst urteilte: „Grabbe gehört zu den Verschrieenen, und Männlein und Weiblein meinen, wenn er nur gewollt hätte, er hätte schon anders sein können. Ich aber sage: Er konnte gar nicht anders sein, als er war, und dafür, daß er so war, hat er genug gelitten. Die Pflicht der Lebenden aber ist es, die Toten über der alles nivellierenden Flut des mittelmäßigen Redens und Meinens emporzuhalten.“























